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Osthandel stabilisiert deutsche Wirtschaft

Das Wachstum der polnischen Wirtschaft dokumentiert die neue Skyline von Warschau, Foto: Clemens Theisen 

„Der deutsche Osthandel gewinnt weiter an Zugkraft für die gesamte deutsche Wirtschaft. Entgegen dem Trend sind unsere Exporte in die Region kräftig gewachsen.“ So kommentiert die Ost-Ausschuss-Vorsitzende Cathrina Claas Mühlhäuser die aktuellen Halbjahreszahlen des Statistischen Bundesamtes, die der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft ausgewertet hat. Der Außenhandel mit den 29 Zielländern des Ost-Ausschusses in Mittel- und Osteuropa sowie Zentralasien legte demnach in den ersten sechs Monaten 2025 um zwei Prozent auf 275 Milliarden Euro zu – ein Plus von über 5,4 Milliarden Euro. Dabei wuchsen allein die deutschen Exporte um drei Milliarden auf 144 Milliarden Euro (+2,2 Prozent). Die große Bedeutung der Wachstumsimpulse aus dem Osthandel für die deutsche Konjunktur erkennt man daran, dass die deutschen Exporte im ersten Halbjahr insgesamt um 0,1 Prozent auf 786 Milliarden Euro gesunken sind.

„Herausragend entwickelte sich im ersten Halbjahr insbesondere der Export nach Polen und in die Ukraine.“ Das deutsch-polnische Handelsvolumen kletterte im ersten Halbjahr um 4,6 Milliarden Euro auf den Rekordwert von über 90 Milliarden Euro (+5,4 Prozent). Während die deutschen Exporte nach Polen um über 2,6 Milliarden Euro zulegten (+5,7 Prozent), wuchsen auch die Einfuhren aus dem östlichen Nachbarland um zwei Milliarden Euro (+5,2 Prozent). Polen liegt als fünftwichtigster Handelspartner Deutschlands nur noch knapp hinter Frankreich (92,6 Milliarden Euro). Wichtigste deutsche Handelspartner blieben im ersten Halbjahr 2025 die USA, vor China und den Niederladen, wobei die deutschen Exporte nach Polen (49,4 Milliarden Euro) die Exporte nach China (41,4 Milliarden Euro) bereits deutlich übertreffen.

„Deutschland und Polen haben seit der EU-Erweiterung 2004 gemeinsam eine wunderbare Erfolgsgeschichte geschrieben. Die Lehre daraus muss sein, dass wir bilaterale Probleme weiterhin in Ruhe besprechen und die EU im engen Schulterschluss gemeinsam weiterentwickeln“, so Claas-Mühlhäuser. „Politikern, die das gewachsene deutsch-polnische Verhältnis spalten wollen, dürfen wir keine Chance geben.“

Weitere Informationen in der September-Ausgabe von Schlesien heute

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Schlesien heute Nr. 1 2025

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