Universitätsbibliothek in der Szajnochy-Straße, Foto: Ilgmann
Eines der markantesten Gebäude der Stadt steht vor großen Veränderungen. Viele Breslauer verbinden das Gebäude der ehemaligen Universitätsbibliothek in der Szajnochy-Straße/Roßmarkt mit dem Namen „Breslauer Hogwarts“. Dieses neugotische Gebäude entstand in den Jahren 1887–1891 für die städtische Sparkasse, das Stadtarchiv und die Bibliothek. Es wurde vom Stadtarchitekten Richard Plüddemann entworfen und begeistert bis heute.
Im Jahr 1999 umfasste der Bestand der UB in der Szajnochy-Straße 1,5 Millionen Bücher, die auf 22 Kilometern Regalen untergebracht waren. Es war nur eine Frage der Zeit, bis der Platz knapp werden würde. Deshalb wurde ein Architekturwettbewerb für den Entwurf einer neuen Bibliothek in der Fryderyka-Joliot-Curie-Straße/Uferstraße 12 ausgeschrieben. Der Bau des neuen Gebäudes dauerte 10 Jahre und kostete 220 Mio. PLN. Seit Dezember 2019 ist die UB in ihrem neuen Gebäude untergebracht.
Die Idee des Ossolineums und der Universität Breslau, die am 20. April 2026 eine Absichtserklärung unterzeichneten, sieht einen Gebäudeaustausch vor: das Gebäude der ehemaligen UB in der Szajnochy-Straße und das Gebäude des Ossolineums in der Sołtysowicka-Straße/Dorpater Straße, Zum Weidetal. Derzeit sieht sich das Ossolineum mit einer Verknappung der Lagerflächen konfrontiert. Ziel des Immobilientauschs ist unter anderem die Schaffung geeigneter Räumlichkeiten für die Aufbewahrung der Bestände der Nationalbibliothek. Im Gegenzug für das Gebäude in der Szajnochy-Straße soll die Universität Breslau die Immobilie des Ossolineums in der Sołtysowicka-Straße 24 erhalten, die als Archiv der Hochschule genutzt werden soll. Das Projekt sieht außerdem eine umfassende Sanierung des historischen Gebäudes und dessen Anpassung an moderne Standards vor, einschließlich der Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen. Gazeta Wrocławska, Radio Rodzina








