Die Gruppe „The Medievals” tritt im Rahmen des Festivals „Forum Musicum“ auf, Foto: Veranstalter
Bereits am 10. Juli können die Musikliebhaber einen wunderbaren Abend erleben. „Rendez-Vous“ heißt das Abschlusskonzert der Internationalen Cello-Akademie/MAW, bei dem das ICA-Orchester auftreten wird, das sich sowohl aus Dozenten als auch aus Kursteilnehmern zusammensetzt. Zu den Interpreten gehören Musiker des Polish Cello Quartet, das die MAW organisiert, sowie die Kursleiter Reinhard Latzko und Matthias Bartolomey. Als besonderer Gast der Veranstaltung wird das HKCO String Quintet aus Hongkong auftreten, das auf traditionelle Streichinstrumente seines Kulturkreises zurückgreifen wird. Das Publikum wird Werke von Tomasz Skweres und Ng Cheuk-yin hören, die auf einfallsreiche Weise das Erbe des Ostens und des Westens verbinden, sowie Stücke anderer Komponisten: Prosper van Eechaute, Luk Wai-chun, Jean Françaix und Gian Carlo Menotti. www.nfm.wroclaw.pl/en/component/nfmcalendar/event/137597
Bereits eine Woche später wird die fünfte Ausgabe des NFM-Orgelkinos eröffnet. Im Rahmen dieser Reihe laden wir Sie zu Begegnungen mit Meisterwerken des Stummfilms ein, die im Hauptsaal gezeigt werden. Begleitet werden sie – ganz im Sinne der gängigen Praxis vor der Vertonung von Filmen – von einer Improvisation auf der Orgel. Am 17. Juli steht die Vorführung von „Sonnenaufgang-Lied von zwei Menschen“ (1927) von Friedrich Wilhelm Murnau auf dem Programm. Die expressionistische, hollywoodreife Atmosphäre des amerikanischen Liebesdrama wird durch die Musik der in Paris lebenden Sophie-Véronique Cauchefer-Choplin abgerundet.
Der zweite Film wird dem Publikum sicherlich das Blut in den Adern gefrieren lassen. „Der Kutscher des Todes“ (1921) am 31. Juli von Victor Sjöström erzählt von einer Silvesternacht und der Begegnung des Haupthelden mit dem Kutscher eines Gespanns, das Seelen ins Jenseits befördert. Für die Tonuntermalung dieses düsteren Films ist Michał Kocot verantwortlich. Bei der letzten Vorführung am 14. August sieht das Publikum die Komödie „Ausgerechnet Wolkenkratzer!“ (1923) des Produzenten Hal Roach mit dem berühmten Harold Lloyd. Sie wird sowohl Kinokenner als auch diejenigen ansprechen, die einfach nur Unterhaltung und Humor suchen. Der dritte Organist, der das NFM besucht, ist der italienische Virtuose Gabriele Agrimonti. www.nfm.wroclaw.pl/en/organ-cinema
Vom 1. bis 9. August findet die diesjährige Ausgabe des Festivals „Forum Musicum“ unter dem Motto „An die Grenzen gehen“ statt. Der künstlerische Leiter Tomasz Dobrzański lädt dazu ein, einen Blick darauf zu werfen, wie in früheren musikalischen Praktiken, insbesondere in der Instrumentalmusik, die Erforschung der Randbereiche der Vorstellungskraft aussah. Es stehen fünf Konzerte auf dem Programm. Sławomir Zubrzycki wird den Klang der Viola organista präsentieren, die Tasteninstrumenttechnik mit Streichklang verbindet und in ihrer ursprünglichen Form von Leonardo da Vinci selbst entworfen wurde. Die polnische Gruppe The Medievals, die auf rekonstruierten mittelalterlichen Instrumenten spielt und singt, haucht den bedeutendsten Werken der weltlichen Musik dieser Epoche neues Leben ein. Stylus Phantasticus– spezialisiert auf die Kompositionsform, nach der sich das Ensemble benannt hat – entführt uns ins England des späten 17. Jahrhunderts, wo konventionsbrechende „fantastische“ Suiten für kleine Ensembles komponiert wurden. Das Konzertprogramm von Castello Consort konzentriert sich darauf, die Grenzen der Virtuosität zu überschreiten. Neben Werken von Dario Castello oder Andrea Gabrieli sind auch polnische Stücke von Adam Jarzębski zu hören. Das Ensemble Pampinea greift auf ein anspruchsvolles Repertoire zurück, das als „ars subtilior“ bezeichnet wird. Es handelte sich dabei um die „Avantgarde“ des 14. Jahrhunderts, eine Musik, die sowohl für die Interpreten als auch für das Publikum schwierig war. www.nfm.wroclaw.pl/en/festivals/forum-musicum M. Ilgmann
Polish Cello Quartet ist am 10. Juli zu hören. Foto: Łukasz Rajchert
Plakat: Nationales Musikforum/NFM








