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Schlesische Schatztruhe

Schloss Kamenz muss ohne EU-Förderung auskommen

Blick auf Schloss Kamenz und die Stadt, Foto: Jacek Halicki, gemeinfrei

Es wird keine Investition in Höhe von 60 Millionen Zloty in den Palast der Marianne von Oranien in Kamenz/Kamieniec Ząbkowicki in Niederschlesien geben. Das Projekt wurde zwar für eine Förderung in Höhe von 40 Millionen Złoty aus dem Europäischen Fonds für Infrastruktur, Klima und Umwelt (FEnIKS) für den Zeitraum 2021–2027 ausgewählt, doch eine der Bedingungen für die Auszahlung der Fördermittel ist die Leistung eines Eigenanteils, der im Falle des Schlosses 20 Millionen Złoty beträgt. Der Gemeinderat von Kamenz/Kamieniec Ząbkowicki hat einer solchen Ausgabe nicht zugestimmt. Sylwester Kowal, Bürgermeister der Gemeinde, erklärte im Gespräch mit Journalisten des Portals gazetawroclawska.pl, dass der Grund dafür Geldmangel sei.


Schätzungen zufolge wurden bei der Überschwemmung im September 2024 mehrere Dutzend Prozent von Kamenz/Kamieniec Ząbkowicki beschädigt, weshalb nun der Großteil der der Gemeinde zur Verfügung stehenden Mittel für den Wiederaufbau verwendet wird. Und obwohl die Stadt für diesen Zweck Fördermittel von der Regierung erhalten hat, laufen parallel dazu weitere Arbeiten, wie beispielsweise die Modernisierung des Versorgungsnetzes oder der Umbau von Anlagen, die aus dem lokalen Haushalt finanziert werden müssen.

„Wir haben diese Entscheidung getroffen, weil wir den Wiederaufbau von Kamenz/Kamieniec Ząbkowicki nicht verzögern wollen“, so Sylwester Kowal. „Wir haben bereits einen Kredit für die Renovierung des Schlosses aufgenommen. Wir müssen immer noch 21 Millionen Złoty zurückzahlen. In dieser Situation würde die Aufnahme eines weiteren Kredits die Möglichkeiten zum Umbau der Gemeinde einschränken, weshalb wir auf eine so hohe Belastung verzichten mussten“, erklärt der Bürgermeister.

Das Ausbleiben zusätzlicher Fördermittel der Europäischen Union für die Sanierung des Schlosses bedeutet jedoch nicht, dass das Gebäude nicht wieder in seinem früheren Glanz erstrahlen wird. Wie der Bürgermeister mitteilte, werde man die notwendigen Investitionen durchführen. Sie sollten aus anderen Mitteln finanziert werden, zum Beispiel vom Marschallamt der Woiwodschaft Niederschlesien oder vom Ministerium für Kultur und nationales Erbe, das die derzeit laufenden Renovierungsarbeiten an den Türmen finanziert habe. gazetawroclawska.pl, mi

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Schlesien heute Nr. 7 2026