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Schlesische Schatztruhe

Schloss Fürstenstein beginnt größte Sanierung seit einem halben Jahrhundert

Maximiliansaal, Foto: M.Ilgmann

Am 8. Juni 2026 unterzeichneten die Geschäftsführerin des Schlosses Fürstenstein/Książ in Waldenburg/Wałbrzych, Dorota Karolewska, und die Ministerin für Kultur und nationales Erbe, Marta Cienkowska einen Vertrag über die Umsetzung des Projekts „Eine Perle auf der Barockstraße in Schlesien: Sanierung des Schlosses Fürstenstein und der Parkanlage zur Steigerung der touristischen Attraktivität der Region Waldenburg“. Das Investitionsvorhaben im Wert von fast 33 Millionen Złoty ist das größte Konservierungs- und Rekonstruktionsprojekt, das seit über 50 Jahren in Książ durchgeführt wird.

Im Rahmen des Projekts wird eine umfassende Restaurierung der repräsentativen Innenräume des barocken Piano-Nobile-Trakts durchgeführt. Die Arbeiten umfassen den Maximiliansaal, den Grünen Salon, den Weißen Salon, den Orientalischen Salon, den Spielsalon sowie den Italienischen Salon. Ebenfalls rekonstruiert wird die historische Amfilade, die vom Italienischen Salon über die Veranda zur Westterrasse am Krummen Saal führt. Ein weiterer Bestandteil des Vorhabens ist die Schaffung einer neuen Exposition „Das Boudoir der Fürstin Daisy“. Die Ausstellung wird den dritten privaten Raum der Fürstin nachbilden und stellt eine Erweiterung der bereits bestehenden Ausstellung „Die Appartements der Fürstin Daisy im Schloss Fürstenstein“ dar. Das Projekt umfasst zudem die Sanierung und Konservierung der Fensterrahmen im südlichen Korridor am Schwarzen Hof sowie Maßnahmen in der Umgebung des Schlosses. Im Bereich des Aussichtspunkts: „Des Riesen Grab“ werden die historischen Baumbepflanzungen wiederhergestellt und die biologische Vielfalt dieses Gebiets erhöht.


Ein wesentlicher Teil des Unterfangens ist der Verbesserung der Barrierefreiheit der Anlage gewidmet. Im Schloss werden die Aufzüge ausgetauscht, was Menschen mit besonderen Bedürfnissen den Besuch erleichtert. Außerdem soll eine moderne mobile App entwickelt werden, ausgestattet mit einer Audiodeskription für Sehbehinderte. Für gehörlose Menschen werden sowohl das Schloss als auch das Kassengebäude mit Induktionsschleifen ausgestattet. Die Unternehmung sieht außerdem die Erstellung einer neuen Website für das Schloss mit einem virtuellen Rundgang durch die Anlage, die Anschaffung moderner Ausrüstung für Ausstellungszwecke, Öffentlichkeitsarbeit und die Buchhandlung sowie die Verbesserung der Kompetenzen der Mitarbeiter durch die Teilnahme an Fachschulungen vor.

Das Projekt wurde im Rahmen des Programms „Europäische Fonds für Infrastruktur, Klima und Umwelt 2021–2027“ ausgewählt. Der Gesamtwert des Vorhabens beträgt über 32,8 Millionen Złoty, wovon sich die Förderung aus den Europäischen Fonds auf über 21 Millionen Złoty beläuft. M. Ilgmann

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Schlesien heute Nr. 7 2026