Massengrab in Lauban, Foto: POMOST, WEBP FREE
Im niederschlesischen Lauban/Lubań laufen seit Mai die Arbeiten zur Exhumierung eines Massengrabes deutscher Soldaten. Einer der Bestatteten wurde identifiziert. Es handelt sich um Hubert Gomolka, einen bekannten Zahnarzt aus der Vorkriegszeit und Kommandanten des örtlichen Volkssturms.
Das Massengrab befindet sich in der Nähe des ehemaligen Krankenhauses in der Zawidowska-/Lichtenauer Straße in Lauban /Lubań. Die Arbeiten an dieser Stelle werden von einem Spezialteam des Posener Instituts für historische und archäologische Forschung POMOST (Brücke) durchgeführt, das seit 20 Jahren nach deutschen, russischen und polnischen Kriegsopfern sucht.
„Wir hatten Archivinformationen von deutscher Seite, aus dem Archiv des Deutschen Volksbundes der Kriegsgräberfürsorge. Eine Skizze lokalisierte einen Soldaten-Feldfriedhof, der 1945 während der Kämpfe um Lauban angelegt wurde. Dort befanden sich 10 Massengräber, in denen etwa 200 deutsche Soldaten beigesetzt wurden“, so Dr. Maksymilian Frąckowiak, Archäologe bei POMOST.
In den Unterlagen befand sich auch eine Liste von Namen der an diesem Ort begrabenen Personen. Die Überreste eines älteren Mannes, dessen Leichnam in einen Mantel mit Offiziersabzeichen gehüllt war, wurden als Hubert Gomolka identifiziert.
Insgesamt haben Archäologen während der aktuellen Ausgrabungsphase in Lubań/Lauban die Überreste von 22 Soldaten gefunden. Die endgültige Ruhestätte für die exhumierten Soldaten wird der Friedhof in Groß Nädlitz/Nadolice Wielkie bei Breslau sein. Dies ist ein offizieller Soldatenfriedhof, auf dem jeder der Gefallenen ein namentlich gekennzeichnetes Grab erhalten wird. TVN24, luban.pl, mi
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