KTO Rosomak, Foto: Verteidigungsministerium mon.gov.pl/pl/artykul/7385, gemeinfrei
Die polnische Rüstungsindustrie in Schlesien erhält einem Bericht der Zeitung Dziennik Wachodni kräftige Unterstützung: Die Unternehmen Jelcz, Rosomak und Bumar-Łabędy bekommen öffentliche Fördermittel in Höhe von umgerechnet rund 88 Millionen Euro. Insgesamt planen die Unternehmen Investitionen von fast 295 Millionen Euro, um ihre Produktionskapazitäten auszubauen und Arbeitsplätze zu sichern sowie neue zu schaffen.
Ein Schwerpunkt liegt in Ratibor (Racibórz), wo auf dem ehemaligen Rafako-Gelände neue Produktionsstätten entstehen. Jelcz investiert dort rund 107 Millionen Euro in ein Werk für Militärfahrzeuge. Zunächst sollen 200 Beschäftigte eingestellt werden, langfristig sind bis zu 500 Arbeitsplätze vorgesehen. Die ersten Fahrzeuge sollen noch 2026 vom Band laufen.
Auch Rosomak will einen Teil seiner Produktion nach Ratibor verlagern. Das Unternehmen plant dort ein modernes Karosseriewerk für militärische Spezialfahrzeuge. Im kommenden Jahr sollen zunächst 50 Mitarbeiter am Standort beschäftigt werden.
In Gleiwitz (Gliwice) investiert Bumar-Łabędy rund 161 Millionen Euro in die Modernisierung seines Werks. Dort soll unter anderem die Produktion der Kampfpanzer K2PL vorbereitet werden. Nach Angaben der Verantwortlichen können dadurch mehr als 840 Arbeitsplätze erhalten bleiben.
Die Fördermittel werden über die Sonderwirtschaftszone Kattowitz vergeben. Sie sollen unter anderem den Bau von Produktionshallen, die Anschaffung moderner Maschinen und den Ausbau industrieller Kapazitäten ermöglichen. Die Investitionen sind Teil einer umfassenderen Entwicklung der schlesischen Verteidigungsindustrie. Auch Rosomak und Nitroerg haben weitere Ausbauprojekte angekündigt. Damit soll die Region neue industrielle Perspektiven erhalten und zugleich die Produktionsfähigkeit der polnischen Rüstungsbranche gestärkt werden. dziennikzachodni.pl







