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Der erste Schritt zur U-Bahn in Breslau

Marschall der Woiwodschaft Niederschlesien Paweł Gancarz bei der Pressekonferenz am 28. Oktober auf dem Gelände des Freiburger Bahnhofs/Dworzec Świebodzki, Foto: UMWD

Die Selbstverwaltung der Woiwodschaft Niederschlesien und die Stadt Breslau gehen von langjährigen Diskussionen zu konkreten Maßnahmen über. Die Straßen- und Eisenbahnbehörde von Niederschlesien hat auf dem Gelände des Freiburger Bahnhofs/Dworzec Świebodzki zwei Probebohrungen durchgeführt. Dies ist der erste konkrete Schritt in Richtung eines Investitionsvorhabens, über das seit Jahrzehnten diskutiert wird: den Bau einer U-Bahn. Die aus einer Tiefe von bis zu 30 Metern entnommenen Proben werden es ermöglichen, die Verhältnisse genauer zu erfassen und die Bedingungen zu ermitteln, die bei der Planung eines unterirdischen Eisenbahntunnels zu berücksichtigen sind, darunter Aspekte im Zusammenhang mit der geologischen Beschaffenheit des Geländes und dem Grundwasserspiegel.


Eines der in Betracht gezogenen Konzepte sieht den Bau eines zylindrischen Tunnels unter dem Stadtzentrum von Breslau mit einem Durchmesser von 11 bis 17 Metern in einer Tiefe von etwa 25 Metern vor. Die vorläufige Planung umfasst auch eine unterirdische Haltestelle auf der Ebene -1 im Bereich des Freiburger Bahnhofs. Die endgültigen Parameter und der Verlauf eines möglichen Bauvorhabens hängen von den Ergebnissen geologischer, technischer und finanzieller Analysen ab.

Die unterirdische Verbindung könnte in Zukunft die Möglichkeiten für den Bahnverkehr durch die Innenstadt erweitern. Derzeit stellt die Kapazität des Breslauer Eisenbahnknotens eine der wesentlichen Herausforderungen für die weitere Entwicklung der regionalen und agglomerativen Verbindungen dar. Der Tunnel könnte das bestehende Netz ergänzen, die Durchfahrt von Zügen durch die Innenstadt erleichtern und die Möglichkeiten der Fahrgastabfertigung verbessern.


Die Überlegungen zur U-Bahn stehen im Zusammenhang mit den Plänen zur Wiederaufnahme des Personenverkehrs im oberirdischen Teil des Freiburger Bahnhofs, an denen der Eisenbahninfrastrukturbetreiber PKP Polskie Linie Kolejowe derzeit arbeitet. In Zukunft könnte der Bahnhof nicht nur als Endstation dienen, sondern auch Teil eines größeren Bahnnetzes werden, das mit einem unterirdischen Tunnel verbunden ist. Eine solche Lösung könnte auch dem Breslauer Hauptbahnhof zugutekommen, der einer der wichtigsten Umsteigepunkte in der Region ist. Die Verbindung beider Bahnhöfe würde neue Möglichkeiten für den Zugverkehr eröffnen und eine bessere Nutzung der Eisenbahninfrastruktur im Zentrum von Breslau ermöglichen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Möglichkeit, unterirdische Infrastruktur für den Katastrophenschutz zu nutzen. Entsprechend konzipierte Anlagen könnten in Krisensituationen zusätzliche Funktionen im Zusammenhang mit der Sicherheit der Einwohner erfüllen. Der Umfang solcher Lösungen würde jedoch gesonderte Analysen und die Berücksichtigung entsprechender technischer Anforderungen erfordern. UMWD, mi

Freiburger Bahnhof/Dworzec Świebodzki in Breslau, Foto: M.Ilgmann

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Schlesien heute Nr. 1 2025