Breslauer Oper, Foto: Oper Breslau
Am 6. November um 19 Uhr und am 8. November um 18 Uhr können Liebhaber klassischer Musik einem besonderen Konzert in der Breslauer Oper beiwohen. Auf dem Programm steht „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms (1833–1897). Das Werk nimmt einen besonderen Platz im Gesamtwerk des deutschen Komponisten ein. Es entstand in den Jahren 1857–1868 und wurde für großes Sinfonieorchester, vierstimmigen gemischten Chor und zwei Solisten: Sopran und Bariton komponiert.
Mit der Wahl des Titels bezog sich der Komponist auf die katholische Trauermesse „Requiem“, doch formal hat das Werk wenig damit gemeinsam. Die textliche Grundlage bilden hier ausgewählte Passagen aus der Heiligen Schrift in der deutschen Übersetzung von Martin Luther.
Die Uraufführung des Werks in seiner sechsteiligen Form fand am Karfreitag 1868 in Bremen statt. Später fügte Brahms auf Anregung von Eduard Marxsen noch einen weiteren (siebten) Satz hinzu – mit einer Sopran-Solostimme, der heute den fünften Teil des Werks bildet. In dieser Form erklang das Deutsche Requiem erstmals am 18. Februar 1869 in Leipzig. Unmittelbar nach der Uraufführung wurde das Werk als Nationalwerk gefeiert, und zahlreiche Aufführungen in Europa brachten dem Komponisten internationalen Ruhm ein. Johannes Brahms schuf im Rahmen der traditionellen Musiksprache durch die Auswahl der Texte und seine außergewöhnliche kompositorische Ausdruckskraft ein Werk von enormer emotionaler Kraft. Das Konzert steht unter der Schirmherrschaft des deutschen Generalkonsuls Martin Kremer. M.Ilgmann
„Ein deutsches Requiem”, Plakat: Oper Breslau







