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Taharahaus auf dem jüdischen Friedhof in Pless/Pszczyna erstrahlt in neuem Glanz

Taharahaus in Pless, Foto: M. Mischok

Einer der stillen Zeugen der Geschichte der Stadt Pless/Pszczyna hat seinen einstigen Glanz zurückerhalten. Der erste Abschnitt der Renovierung des Taharahauses auf dem jüdischen Friedhof in Pless wurde abgeschlossen. Im Rahmen der Arbeiten erfolgte eine umfassende Sanierung des historischen Daches. Die Maßnahmen umfassten den Austausch der bisherigen Dacheindeckung, den Ersatz der tragenden Balkenkonstruktion, der Wände und der Decke, die Ausführung der Verschalung, die Montage einer Dachmembran sowie der Blechanschlüsse und schließlich die Eindeckung des Daches mit Schiefer.


Die Gesamtkosten des ersten Bauabschnitts beliefen sich auf 319.881,64 Złoty. Für die Umsetzung des Projekts konnten Fördermittel des Schlesischen Woiwodschaftskonservators für Denkmalpflege in Kattowitz in Höhe von 120.000 Złoty eingeworben werden. Den verbleibenden Betrag finanzierte die Gemeinde Pless.


Das Taharahaus wurde im Jahr 1888 auf dem jüdischen Friedhof errichtet, der bereits 1814 angelegt worden war. Erwähnenswert ist, dass sich auf dem angrenzenden Friedhof die Gräber bedeutender Persönlichkeiten befinden, darunter:

Hirschel Guttmann – erster Rabbiner der jüdischen Gemeinde in Pless/Pszczyna

Chilus Mendelssohn – Rabbiner, zionistischer Aktivist und Historiker

Abraham Muhr – Sozialaktivist, verdient um die Gleichberechtigung der Juden

Samuel Skutsch – erster jüdischer Vorsitzender des Stadtrates und Vorsitzender der jüdischen Gemeinde in Pless/Pszczyna

Heinrich Schiller – Mitbegründer des Kurortes Bad Gottschalkowitz/Goczałkowice-Zdrój.


Wer Pless besucht, sollte nicht nur das prächtiges Schloss sondern auch die Randgebiete der Stadt entdecken, die viele interessante Orte und Geschichten verbergen. Maciej Mischok

Jüdischer Friedhof in Pless, Foto: M. Mischok

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Schlesien heute Nr. 1 2025