Rafał Gronicz (Bürgermeister Zgorzelec), Paweł Gancarz (Marschall Woiw. Niederschlesien), Konrad Wojnarowski (poln. Energieministerium), Marten Bunnemann (E.ON Energy Infrastructure Solutions), Katherina Reiche (Bundesministerin für Wirtschaft), Octavian Ursu (Oberbürgermeister Görlitz), Michael Kretschmer (Ministerpräsident Sachsen), Martin Ridder (Veolia) (v.l.n.r.), Stadtwerke Görlitz / Fotograf: Nikolai Schmidt
In Görlitz ist der erste Spatenstich für ein grenzüberschreitendes CO2-neutrales Fernwärmenetz gesetzt worden. Dazu waren auch Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) und Polens Energieminister Milosz Motyka in die Europastadt gekommen. Gebaut wird das erste, knapp vier Kilometer langen Teilstück, das unter der Neiße vom deutschen ins polnische Görlitz (Zgorzelec) führen soll.
Bis 2020 soll das gesamte Netz auf einer Länge von zwölf Kilometern ausgebaut und vollständig mit erneuerbaren Energiequellen aus Biogasanlagen, Wärmepumpen und Solaranlagen betrieben werden.
Die seit 2020 unter dem Namen "United Heat" vorbereitete grenzübergreifende, klimafreundliche Fernwärmeversorgung wird vier schon bestehende Fernwärmegebiete zusammenlegen. Die Gesamtkosten liegen bei fast 200 Millionen Euro die größtenteils von der EU und der Bundesregierung aufgebracht werden.
Bei dem für Europa historischen Vorhaben eines zwischenstaatlichen klimaneutralen Wärmenetzes arbeiten das polnische Energieunternehmens SEC Zgorzelec und die deutschen Stadtwerke Görlitz zusammen.
Der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu (CDU) würdigte „United Heat" als ein herausragendes Beispiel in der langjährigen Zusammenarbeit beider Städte, die sich 1998 offiziell zur Europastadt erklärt hatten. Das deutsche und das polnische Görlitz würden damit „Energiegeschichte in der Mitte Europas" schreiben. (Sh)








