Oratorium Marianum, Foto: Dawid Galus, gemeinfrei
Das Leitmotiv der zum 37. Mal organisierten Schlesischen Musikfeste ist „Frieden/Pokój”. Unter dem Motto präsentiert das vom 14. bis 17. Mai stattfindende Musikfestival, dessen künstlerische Leitung Agnieszka Ostapowicz übernommen hat, herausragende polnische und deutsche Künstler. Das Programm umfasst Chor- und Instrumentalwerke.
Das Eröffnungskonzert am 14. Mai 2026 im Oratorium Marianum: dem Musiksaal der Breslauer Universität, wird durch die Teilnahme der Solisten des Polish Cello Quartet bereichert. Im Rahmen des „Chopin Projects“ präsentieren sie Genres, die für das Schaffen von Frédéric Chopin von zentraler Bedeutung sind, wie Mazurken, Walzer, Präludien, Nocturnes und Etüden.
Am 15. Mai, ist ein Konzert des T.-Grudziński-Mandolinenorchesters und der Sopranistin Joanna Klisowska in der Friedenskirche in Jauer/Jawor geplant. Das Mandolinenorchester verbindet seit Jahren die Musikliebhaber der geteilten Stadt Zgorzelec/Görlitz. Es werden Bearbeitungen klassischer Musik und Filmmusik zu hören sein. Die Friedenskirche in Jauer feiert ihr 370-jähriges Bestehen und das 25-jährige Jubiläum ihrer Aufnahme in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Die Veranstalter möchten diese einzigartige Kirche mit einem weiteren Konzert am 16. Mai ehren. Es treten der Organist Marcin Armański sowie der Knabenchor und der Mädchenchor des Witold-Lutosławski-Nationalen Musikforums in Breslau auf.
Der letzte Tag des Festivals wird ein einzigartiges Treffen der Kulturen und Religionen sein. In der St. Bonifatiuskirche in Zgorzelec wird unter der Leitung von Stanisław Rybarczyk der Chor der Synagoge zum Weißen Storch aus Breslau auftreten. Das Geheimnis dieses Konzerts und das Bindeglied, das das Publikum über Zeit und Grenzen hinwegführt, ist die Orgel, die sich erst in der Görlitzer Synagoge befand und nach 1938 in die St. Bonifatiuskirche gebracht wurde, wo sie bis heute zu sehen ist. Zusammen mit dem Chor tritt der Organist Piotr Rojek auf. Sie werden u.a. Kompositionen von L. Lewandowski, F. Schubert, A. Ellstien und K. Weill aufführen.
Das Programm des Berliner Chors der Synagoge Pestalozzistrasse, seines Kantors Isidoro Abramowicz, des Organisten und Pianisten Jakub Stefek, der Sopranistin Magdalena Dynowska und des Tenors Piotr Bunzler nimmt die Zuhörer in der Görlitzer Synagoge auf eine musikalische Reise durch den jüdischen Kalender mit und stellt die wichtigsten Feiertage in verschiedenen Traditionen der Diaspora vor. Das Repertoire des Abendkonzerts am 17. Mai umfasst Musik zu Rosch ha-Schana, Jom Kippur, Sukkot, Pessach und Schabbat und gibt einen Einblick in die stilistische Vielfalt der jüdischen Sakralmusik. Das Publikum hört Werke von Zavel Zilbert, Sol Zim, Max Yanowski und Louis Lewandowski.
Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer bestätigte seine Teilnahme an diesem Konzert. M. Ilgmann
Das Festivalprogramm finden Sie in der Mai-Ausgabe von „Schlesien heute” und hier.
Polish Cello Quartet, Foto: Łukasz Rajchert








