St. Carolus Krankenhaus in Görlitz Foto: SH
Das mit sich zuspitzenden wirtschaftlichen Problemen ringenden St. Carolus Krankenhaus in Görlitz hat mit dem Städtischen Klinikum Görlitz eine engere Zusammenarbeit vereinbart. St. Carolus wird sich künftig auf leichte stationäre Leistungen im Bereich der Allgemeinen Inneren Medizin, auf operative ambulante und hybride Leistungen der Allgemeinchirurgie und Urologie, die stationäre Palliativmedizin sowie die teilstationären Leistungen im Bereich der Schlafmedizin konzentrieren. Ein erster wesentlicher Schritt ist mit der Schließung der Notaufnahme, der Verkleinerung der Intensivmedizin sowie der Reduzierung auf 30 stationäre Betten der Inneren Medizin im St. Carolus zum 1. Oktober 2026 vorgesehen. Zum Jahresende wird ebenfalls die Intensivmedizin im St. Carolus geschlossen. Betroffene Patienten werden ab diesem Zeitpunkt im Klinikum versorgt. Das Städtische Klinikum wird weiterhin mit seinen 17 Fachkliniken und als Krankenhaus der höchsten Stufe der Notfallversorgung die Notfallversorgung für die Stadt und Region und die stationäre Versorgung der Region sicherstellen.
Von den geplanten Maßnahmen werden voraussichtlich rund 120 Angestellte des St. Carolus betroffen sein. Entscheidend sei, dass die Bürger auch künftig auf eine leistungsfähige medizinische Versorgung vertrauen können und möglichst viele betroffene Mitarbeiter des St. Carolus Krankenhauses eine berufliche Zukunft in Görlitz bekommen, so Oberbürgermeister Octavian Ursu. Das St. Carolus Krankenhaus sei nicht in städtischer Trägerschaft, aber es gehöre genauso zu Görlitz wie das Klinikum. Es sei deswegen wichtig, gemeinsam und verantwortungsvoll für die Zukunft beider Häuser zu arbeiten. at (Sh)








