Lumina Metals an Warschauer Börse, Foto: Adam Kosieradzki/PTWP
Der kanadische Konzern Lumina Metals ist am 16. Juni an die Warschauer Börse gegangen und steht kurz vor der Inbetriebnahme eines großen Kupferbergwerkes in der Woiwodschaft Lebuser Land (Lubuskie). Das Unternehmen will dort im historischen Norden Schlesiens eines der größten noch nicht abgebauten Kupfervorkommen Europas oder sogar weltweit erschließen. Das Vorhaben soll der Region Investitionen in Milliardenhöhe, neue Arbeitsplätze und einen Entwicklungsschub für die nächsten Jahrzehnte bringen. Das in der Umgebung von Neusalz (Nowa Sól) geplante Berwerk ist auch im Kontext der grünen Wende von strategischer Bedeutung, da Kupfer ein Schlüsselrohstoff für erneuerbare Energien, Elektromobilität und Übertragungsnetze ist.
Ministerpräsident Donald Tusk, der den Börsengang des Unternehmens verfolgte, betonte, dass das Vorhaben die Position Polens als wichtiger Produzent dieses Rohstoffs in Europa stärken könne. Schon jetzt gilt der in Lüben (Lubin) und Liegnitz (Legnica) ansässige KGHM-Konzern als größter Kupferproduzent des Kontinents und mit seinen etwa 50.000 Mitarbeitern auch in anderen Geschäftszweigen die Nummer eins an der Warschauer Börse. Die Kanadier wollen bei Neusalz allerdings Kupferlagerstätten in einer Tiefe erreichen, in der KGHM nicht abbauen kann. In den vergangenen 12 Jahren hat Lumina Metals rund 130 Mio. Euro in die Erforschung der nordschlesischen Kupfervorkommen investiert, deren Abbau auch vor dem Hintergrund steigender Kupferpreise lohnenswerter wird. Quelle: Gazeta Wyborcza, Grünberg








