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20.2. Opernpremiere in Breslau: Jules Massenets „Don Quichotte”

Rafał Siwek (Don Quichotte) und Justyna Rapacz  (Dulcinée) bei der Generalprobe
Foto: M.Ilgmann

Am 20. Februar 2026 feiert die Breslauer Oper eine Premiere von Jules Massenets (1842-1912) „Don Quichotte”. Die Oper in fünf Akten wurde nach einem Libretto von Henri Caine komponiert und 1910 an der Opéra de Monte-Carlo uraufgeführt. Komponist und der Librettist beziehen sich in ihrer heroischen Komödie nur indirekt auf den bekannten Roman von Miguel de Cervantes. Henri Cain schuf den Text auf der Grundlage eines anderen Stücks mit dem Titel „Le Chevalier de la Longue Figure“ (Der Ritter mit dem langen Gesicht) aus dem Jahr 1904. Das Werk reiht sich in seiner Form in die Tradition der französischen Grand Opéra ein.


„Don Quichotte”, in der Inszenierung von Marek Weiss-Grzesiński, ist keine Komödie, sondern eine ernsthafte Reflexion über den Zustand der heutigen Welt. Es sei eine Oper über die Liebe, Liebe, die Wahnsinn ist, so der Regisseur. Die Handlung der Oper spielt in der Gegenwart. Es ist eine Welt spanischer Trugbilder, gefiltert durch französische Sensibilität. Gezeigt werde eine lebendige Geschichte, die das heutige Publikum anspreche. Das Theater sei kein Museum und kein Kino mit Rekonstruktionen. Das Theater müsse zeitgemäß sein, sonst glaube er nicht daran, betont Weiss-Grzesiński. In dieser Geschichte ist Don Quichotte nicht nur eine legendäre gegen Windmühlen kämpfende Figur: er ist jemand, dem man hier und jetzt begegnen könnte. Er wandert, um für Dulcinée die gestohlene Halskette zurückzuholen und kehrt mit seiner Trophäe und seinem Herzen zu ihr zurück.


Massenet widmete seine Oper keinem geringeren, als dem berühmten russischen Bassisten Fjodor Schaljapin. In der Breslauer Inszenierung wird die Don Quichotte-Partie von hervorragenden polnischen Bassisten Rafał Siwek und Łukasz Konieczny gesungen. Die Rolle des treuen, bodenständigen Sancho Pansa übernehmen Grzegorz Szostak (Bass) und Jacek Jaskuła (Bariton), als Dulcinée wird das Publikum die Mezzosopranistinnen Justyna Rapacz und Aleksandra Opała bewundern können.


Die Musik leitet Maestro Patrick Fournillier, Kenner der französischen Oper und langjähriger Direktor des Massenet-Festivals in Saint Étienne, die Choreografie gestaltet Izadora Weiss; die Bühnenbildgestaltung wird von Jagna Janicka, die multimedialen Effekte von Karolina Jacewicz und die Beleuchtung von Bogumiła Palewicz übernommen. Die Kostüme stammen von führenden polnischen Designern: dem Duo Paprocki&Brzozowski. M. Ilgmann


Weitere Auführungen: 21.2. (ausverkauft), 26.2., 27.2., 28.2. und 1.3.2026

Karten unter: www.opera.wroclaw.pl

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