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Mehr als 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs haben Archäologen im polnischen Dorf Lessen (Łośno) ein bislang unbekanntes Massengrab mit den sterblichen Überresten von 31 Wehrmachtssoldaten freigelegt. Der Fund gelang mithilfe einer historischen Skizze und alter Archivdokumente, in denen ehemalige Dorfbewohner den Standort des Grabes beschrieben hatten.
Neben den Gebeinen entdeckten die Experten 20 Erkennungsmarken sowie persönliche Gegenstände wie Spiegel, Füllfederhalter, Bleistifte und Brillen. Die Erkennungsmarken sollen nun im Bundesarchiv ausgewertet werden, um die Identität der Gefallenen zu klären. Auch Munition und weitere Kampfmittel wurden gesichert.
Nach Schätzungen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge warten in Polen noch rund 100.000 Kriegstote auf ihre Bergung. Der Fund zeigt, wie viel historische Aufarbeitung auch mehr als acht Jahrzehnte nach Kriegsende noch bevorsteht – und gibt Angehörigen die Hoffnung, endlich Gewissheit über das Schicksal ihrer Familienmitglieder zu erhalten. pomost.net.pl








