Altes Refektorium im Dominikanerkloster in Breslau 2023, Foto: Oleksandr Poliakovsky, wroclaw.pl
An der Dominikanerkirche in Breslau entsteht mit EU-Mitteln ein moderner Veranstaltungsraum. Der alte Speisesaal im Dominikanerkloster in Breslau ist – neben der Aula Leopoldina und dem Oratorium Marianum – der interessanteste Barocksaal in Breslau. Er ist neben der Kirche selbst der älteste Teil des Klosters. Die Ordensbrüder erhielten über 14,6 Millionen Zloty für die Renovierung des historischen Refektoriums.
Das Dominikanerkloster in Breslau blickt auf eine Geschichte zurück, die bis ins Mittelalter reicht, doch die Ausstattung des ehemaligen Refektoriums stammt aus dem 18. Jahrhundert. Nach der Auflösung des Ordens wurde das Gebäude von der Universität genutzt und diente auch als Militärlager. Nach einem teilweisen Abriss war geplant, es in die Postanlage zu integrieren, wozu es jedoch letztlich nicht kam. Nach 1945 erhielten die Dominikaner das Gebäude zurück. Im Refektorium ziehen wertvolle Stuckarbeiten mit einem Kruzifix und der Figur der Maria Magdalena in der Mitte des Raumes die Aufmerksamkeit auf sich.
Das Gebäude, dessen Erdgeschoss vom Refektorium eingenommen wird, erforderte seit vielen Jahren eine gründliche Renovierung – vom Dach bis zum Sockel. Die Dominikaner baten Gläubige, Behörden und Institutionen um Unterstützung. Ein Teil der Arbeiten wurde bereits durchgeführt. Nun erhielten die Ordensbrüder Unterstützung aus Mitteln der Europäischen Union. Im Rahmen des Programms „Europäische Fonds für Infrastruktur, Klima und Umwelt“ (FEnIKS) wurde eine Förderung für die Umsetzung des Projekts „Przystanek Dominikańska/Dominikaner-Haltestelle“ in Höhe von über 14,6 Millionen Zloty bewilligt. Die Kosten der Arbeiten wurden auf über 18,7 Millionen Zloty geschätzt. Das Projekt sieht eine umfassende Konservierung und Modernisierung des ehemaligen Refektoriums des Klosters vor. Die Bau- und Restaurierungsarbeiten umfassen: die Renovierung der einzigartigen Stuckarbeiten, des historischen Lavabos sowie der Deckenmalereien; die Sanierung der Gebäudefassade und die Revitalisierung der Umgebung.
In den restaurierten Räumlichkeiten sind Veranstaltungsreihen geplant, darunter Künstlerresidenzen und Workshops, die in Zusammenarbeit mit in- und ausländischen Partnern durchgeführt werden. Die Umsetzung des Projekts ist für den Zeitraum 2026–2030 vorgesehen. GW, wroclaw.pl, mi








