v.l.n.r.: Dr. Markus Reichel (CDU), Paula Piechotta (Bündnis 90/Die Grünen), Kathrin Michel (SPD), Florian Oest (CDU) und Kassem Taher Saleh (Bündnis 90/Die Grünen) mit dem Bevollmächtigten Sachsens beim Bund Markus Franke. © Büro Florian Oest MdB
Im Deutschen Bundestag hat sich Ende Juni auf Initiative der Bundestagsabgeordneten Florian Oest (CDU) und Kathrin Michel (SPD) der fraktionsübergreifende Parlamentskreis „Elektrifizierung der Bahnstrecke Dresden-Görlitz“ gegründet, um den seit Jahrzehnten diskutierten Ausbau der Strecke aktiv voranzubringen.
„Unser Ziel ist es“, so Oest, „dass durch das Bundesverkehrsministerium eine Neubewertung der Nutzen-Kosten-Betrachtung erfolgt und ausreichend Mittel für den Ausbau und die Elektrifizierung der Strecke im Bundeshaushalt eingeplant werden.“ Eine schnelle Verbindung zwischen der Oberlausitz und der Landeshauptstadt Dresden sei für die Entwicklung der Regionen von besonderer Bedeutung. Zudem sei die Strecke eine wichtige Achse nach Osteuropa. Polens Wirtschaft verzeichne seit Jahren ein starkes Wachstum. Daraus würden sich große Chancen für Deutschland und Westeuropa ergeben. Mit einer leistungsfähigen Verkehrsverbindung könnten diese Potentiale voll ausgeschöpft werden und Europa weiter zusammenwachsen, erklärte Oest weiter.
Sachsens Ministerin für Infrastruktur, Regina Kraushaar, wird die Schirmherrschaft für den Parlamentskreis übernehmen. Mit ihr und Vertretern aus Wirtschaft, Kommunalpolitik und Wissenschaft wird der Parlamentskreis am 7. Juli 2026 in Berlin zusammenkommen, um nächste Schritte festzulegen.
Kathrin Michel, MdB: „Wir erwarten bis zum Jahr 2040 45.000 zusätzliche Arbeitsplätze in der Region. Dazu kommt der Güterverkehr. Das Potenzial wird bei bis zu vier zusätzlichen Güterzügen pro Tag gesehen. Nicht nur der Schienenfahrzeughersteller Alstom in Bautzen drängt seit Langem auf die Elektrifizierung, auch KNDS in Görlitz, der neue Bundeswehrstandort in Straßgräbchen und auch der stark wachsende deutsch-polnische Güterverkehr benötigen sie dringend.“
Neben Michel und Oest beteiligen sich auch die Grünen Abgeordneten Paula Piechotta und Kassem Taher Saleh sowie der Dresdner Dr. Markus Reichel (CDU).








