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Wiedergewonnene Erinnerung: Erwerb alter Hinweistafel „Synagoge Breslau“

Museumsdirektor Dr. Maciej Łagiewski mit der Neuerwerbung, Foto: Städtisches Museum Breslau       

Für den Direktor des Stadtmuseums Breslau (Muzeum Miejskie Wrocławia) Maciej Łagiewski ein Glücksfall: Kürzlich gelang ihm der Ankauf eines historischen Hinweisschildes von einem privaten Anbieter. Das Schild war bis in die 1930er Jahre am Portalbogen des Durchgangs von der Wallstraße (heute ul. P. Włodkowica) zur Synagoge zum Weißen Storch angebracht und wies weniger Ortskundige auf den bedeutenden Sakralbau hin. Die „Synagoge Breslau“ war allein die von Carl Ferdinand Langhans entworfene Storchsynagoge, geweiht 1829 und benannt in der Nachfolge des hier im Hinterhof zuvor befindlichen Wirtshauses Zum Storch. Seit 1872 gab es dann noch die „Neue Synagoge“, Deutschlands zweitgrößter Synagogenbau – vernichtet in der Pogromnacht 1938.

Das historische Schild, dessen Berliner Herstellerfirma bis heute existiert, wird demnächst in die stadtgeschichtliche Dauerausstellung im Breslauer Königschloss, ul. Kazimierza Wielkiego 35, integriert. (tm)     

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Schlesien heute Nr. 1 2025