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Viele ukrainische Flüchtlinge in Niederschlesien

Vier Jahre nach dem Beginn des russischen Angriffskrieges leben laut Statistischem Hauptamt in Warschau in Polen rund 1,7 Millionen Menschen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit. Breslau liegt unter den polnischen Metropolen an der Spitze, was den Anteil der Ukrainer an der Gesamtbevölkerung angeht. Sie machen hier 14,6 % der Bevölkerung aus. Unter den Landkreisen ist das niederschlesische Ohlau (Oława) seit Jahren Spitzenreiter in Polen. In diesem Landkreis machen Ukrainer bereits 16,9 % der Einwohner aus. 

Laut dem statistischen Hauptamt (GUS) lebten zum Jahresende 2025 rund 115.000 Ukrainer in Breslau. Daraus geht hervor, dass innerhalb von 12 Monaten über 11.000 Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit in die Hauptstadt Niederschlesiens gezogen sind. Ende 2024 wurde ihre Zahl auf 104.000 geschätzt, Ende 2023 auf 97.400. 

58.109 in Breslau lebende Ukrainer haben den Flüchtlingsstatus, der ihnen das Recht auf einen legalen vorübergehenden Aufenthalt und Sozialleistungen in Polen gewährt sowie das Recht, ohne Arbeitserlaubnis zu arbeiten. 

Im Vergleich zum Jahr 2022 hat sich eine enorme Veränderung vollzogen. Heute arbeiten polnischen Medien zufolge über 70 Prozent der Ukrainer, zahlen Steuern und leben selbstständig. Sie gründen eigene Unternehmen und schaffen Arbeitsplätze auch für andere Bevölkerungsgruppen. In jüngster Zeit kam es wegen unterschiedlicher Sichtweisen auf gegenseitige Übergriffe während des Zweiten Weltkrieges im historischen Ostpolen zu polnisch-ukrainischen Spannungen. Vermehrt wurde über Gewalt an ukrainischen Flüchtlingen in Polen berichtet. (Sh) 

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Schlesien heute Nr. 1 2025