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Sarkophage der Familie von Hochberg in Freiburg in Schlesien/Świebodzice entdeckt

Entdeckter Sarkophag, Foto: Niederschlesisches Woiwodschaftsamt für Denkmalschutz

Im Mausoleum der Familie von Kramsta auf dem städtischen Friedhof in Freiburg in Schlesien/Świebodzice wurde eine Entdeckung von außerordentlicher Bedeutung für die Geschichte des Schlosses Fürstenstein/Książ und ganz Niederschlesiens gemacht. In den dort befindlichen über 25 historischen Särgen und Sarkophagen wurden die Gräber von Mitgliedern der Familie von Hochberg identifiziert: den jahrhundertelangen Besitzern des Schlosses Fürstenstein. Zu den identifizierten Personen gehört Konrad Ernst Maximilian von Hochberg.


Die Entdeckung erfolgte am 28. August 2026 im Zuge von Arbeiten im Mausoleum der Familie von Kramsta in Freiburg. Wie Dr. Kamil Pawłowski von der Waldenburger Außenstelle des Woiwodschaftsamtes für Denkmalschutz in Breslau feststellte, gehören die im oberen Teil des Mausoleums befindlichen Särge und Sarkophage nicht der bekannten Fabrikantenfamilie von Kramsta an. In ihnen ruhen Mitglieder der Familie von Hochberg aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Von besonderer Bedeutung ist die Identifizierung von Konrad Ernst Maximilian von Hochberg. Auf seine Initiative hin erfuhr das Schloss Fürstenstein eine der bedeutendsten architektonischen Umgestaltungen seiner Geschichte und erhielt einen monumentalen barocken Charakter, dessen spektakulärstes Zeugnis die repräsentativen Innenräume der Residenz sind. Die sterblichen Überreste der Familie von Kramsta wurden hingegen in der Krypta ihres Mausoleums identifiziert.

Im Zuge der Bestandsaufnahme wurden über 25 Objekte in unterschiedlichem Erhaltungszustand gesichert – von barocken Metallsarkophagen bis hin zu Holzsärgen aus dem 19. Jahrhundert.


Das größte Rätsel bleibt derzeit die Klärung der Frage, wann, von wem und aus welchem Grund die Särge und Sarkophage der Familie Hochberg gerade in die Grabstätte der Familie von Kramst verlegt wurden. Dies war bekanntlich nicht ihre ursprüngliche Begräbnisstätte.
Eine der Hypothesen geht davon aus, dass die Verlegung Anfang Mai 1945, in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs, stattgefunden haben könnte. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann dies jedoch nicht als bestätigte Tatsache angesehen werden. Die Umstände dieses Ereignisses erfordern weitere archivarische und historische Untersuchungen.


Die heutige Familie von Hochberg hat sich in die Angelegenheit eingeschaltet und verspricht jede Unterstützung bei der Identifizierung der Überreste und den weiteren Untersuchungen. M. Ilgmann

Mehr dazu in der Oktober-Ausgabe von Schlesien heute.

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