Impression aus dem Konrad-Zuse-Museum in Hoyerswerda, Foto: Andreas Franke, ZCOM-Stiftung
Einem Bericht des Mitteldeutschen Rundfunks zufolge bleibt das Zuse-Computer-Museum in Hoyerswerda seit dem 1. September aus finanziellen Gründen geschlossen, nachdem die Einnahmen aus den Besucherzahlen hinter den Erwartungen zurückblieben. Stadt und Land hatten zuletzt einen notwendigen Zuschuss verweigert. Zum Jahresende soll die deutschlandweit einzigartige Sammlung zur Geschichte der Rechentechnik abgebaut und aufgelöst werden.
1941 hatte Konrad Zuse mit dem "Z3" den ersten funktionierenden Computer der Welt gebaut. Noch 1995 hat Hoyerswerda den als „Vater des Computers“ geltenden Konrad Zuse, der hier seine Jugend verbrachte, mit seinem Tod 1995 die Ehrenbürgerschaft verliehen und nennt sich „Konrad-Zuse-Stadt“.
Das Museum befindet sich im Sockelgeschoss eines Plattenbaus am Rande der Hoyerswerdaer Neustadt und bildet die Entwicklung des Computers von den Anfängen bis heute ab. Den größten und einmaligen Schatz des Museums sehen Besucher der tausend Quadratmeter großen Ausstellungsfläche gar nicht. In den Kellerdepots hat der Förderverein 18.000 Geräte gesammelt. Hinzu kommt eine Fachbibliothek mit 6.000 Bänden. Eine Sammlung, für die es kein Lager gebe, wenn das Museum bis zum Jahresende komplett aufgelöst werden soll.
„Wenn diese Ausstellung schließt und abgebaut wird, dann ist dieses Museum verloren, zerstört“, erklärte Wolfgang Kunde, Vorsitzender des Fördervereins, gegenüber dem MDR. Und weiter: „Wir sind kein Erlebnisbereich, wir sind ein Bildungsstandort. Und Kultur und Bildung wird immer ein Zuschussbetrieb bleiben.“
Anbieten könnte sich eine Kooperation mit dem Konrad-Zuse-Museum im nordhessischen Hünfeld, www.zuse-museum-huenfeld.de. Es zeigt in erster Linie regionale Geschichte, widmet aber auch eine Abteilung dem Leben und Werk von Konrad Zuse, der von 1957 bis zu seinem Tod im Jahr 1995 in Hünfeld lebte. Hünfeld nennt sich ebenfalls Konrad-Zuse-Stadt.







