Dorf Kadlau/Kadłub, Foto: Gemeinde Nimkau/Miękinia
In der Umgebung des Dorfes Kadlau/Kadłub (Gemeinde Nimkau/Miękinia, in der Nähe von Neumarkt/Środa Śląska und Breslau) entsteht der „TEEMA Technology Park”: ein riesiger Technologiepark, der vom taiwanesischen Verband der Hersteller von Elektro- und Elektronikgeräten TEEMA realisiert wird. TEEMA ist kein einzelnes Unternehmen, sondern eine Organisation, die bis zu 3.000 Firmen aus dem Bereich der neuen Technologien vereint. Ihr Umsatz belief sich im Jahr 2025 auf 250 Milliarden Dollar, was etwa einem Viertel des polnischen BIP entspricht.
Als Standort wurde ein 280 Hektar großes Areal im Dorf Kadlau/Kadłub und Umgebung ausgewählt, an einer Stelle, die früher für ein Intel-Investitionsvorhaben vorbereitet worden war. Es handelt sich um einen integrierten Industrie- und Technologiekomplex und nicht nur um eine einzelne Fabrik. Er wird Produktion, Forschungs- und Entwicklungsabteilungen (F&E), moderne Technologien (Halbleiter, Mikroelektronik, Rechenzentren, Lösungen für künstliche Intelligenz) sowie Wohn- und Dienstleistungseinrichtungen vereinen. Das geplante Projekt soll eine autarke Stadt für bis zu 40.000 Menschen schaffen, die von Grund auf neu errichtet wird.
Die Entscheidung von TEEMA, einen Technologiepark in Polen zu errichten, wurde Ende März bekannt gegeben. Das taiwanesische Konsortium hatte drei Standorte in Betracht gezogen: Lodz/Łódź, Kattowitz/Katowice und Nimkau/Miękinia in der Nähe von Breslau. In Nimkau sollte ursprünglich ein Werk des amerikanischen Halbleiterherstellers Intel entstehen, der jedoch aufgrund finanzieller Schwierigkeiten letztendlich 2025 auf die Investition in Deutschland (Magdeburg) und Polen verzichtete. Ende Juni wurde bekannt gegeben, dass TEEMA Nimkau/Miękinia als Standort für den Technologiepark ausgewählt hat. An dem Projekt soll das Unternehmen Foxconn beteiligt sein, das mit ElectroMobility Poland (EMP) bei der Entwicklung eines polnischen Elektroautos zusammenarbeitet. Den Regierungsvertretern wurde mitgeteilt, dass das Projekt innerhalb von 20 Monaten (ab Ende 2026) realisiert werden könnte. Bankier.pl, money.pl, gazetawrocławska.pl







