Eröffnungsfilm: „Misty Green”, Foto: AFF
Am 17. November startet im Kino „Nowe Horyzonty“ in Breslau die 17. Ausgabe des Tauron American Film Festivals. Bis zum 22. November sind auf der großen Leinwand (und bis zum 6. Dezember online) 146 Filme zu sehen.
Die Streifen sind in mehr als einem Dutzend Sektionen zusammengefasst. Das Herzstück der Veranstaltung bleibt der Wettbewerb „Breakthrough“, an dem 12 abendfüllende Filme teilnehmen. Darunter befinden sich „Wishful Thinking“ von Graham Parkes, der beim SXSW mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet wurde, die beim Sundance-Festival gewürdigten Filme „Bedford Park“ von Stephanie Ahn und „Take Me Home“ von Liz Sargent sowie der Coming-of-Age-Film „If I Go Will They Miss Me“ von Walter Thompson-Hernández. Der Gewinner wird vom Publikum gewählt.
Das Festival wird mit der Vorführung der Komödie „Misty Green“ von Chris Rock eröffnet. Die Handlung folgt dem Schicksal einer talentierten Schauspielerin, deren Karriere ins Stocken geraten ist, die aber die Chance auf ein großes Comeback erhält. Die Titelrolle spielt Rosalind Eleazar, in weiteren Rollen sind Anna Kendrick, Adam Driver und der Regisseur zu sehen. Den Abschluss bildet die Verfilmung der Kurzgeschichte „A Long Winter“ von Colm Tóibín unter der Regie von Andrew Haigh. Die in der Berglandschaft Colorados angesiedelte Geschichte über Familie, Liebe und Einsamkeit erhielt beim diesjährigen Festival in Telluride sehr positive Kritiken.
Den Indie Star Award – eine Auszeichnung für herausragende Persönlichkeiten des amerikanischen Independent-Kinos – wird Josephine Decker entgegennehmen. Die Regisseurin ist dem Publikum in Breslau gut bekannt – 2014 präsentierte sie beim Festival „Nowe Horyzonty“ ihr Debütwerk „Butter on the Latch“ und wenige Monate später wurde beim American Film Festival ihr Film „Thou Wast Mild and Lovely“ gezeigt. Beide Streifen, ebenso wie „Madeline und Madeline“, „Shirley“, „Chasing Summer“ werden im Rahmen einer von Adriana Prodeus kuratierten Retrospektive ausgestrahlt. Das Festival ehrt zudem den Schauspieler, Regisseur, Produzenten und Drehbuchautor Griffin Dunne, den Schöpfer des für den Oscar nominierten Kurzfilms „Duke of Groove“ sowie von „Practical Magic“ mit Nicole Kidman und Sandra Bullock in den Rollen zweier Schwestern mit übernatürlichen Kräften.
Zu den Highlights gehört „The Debut“ – das neue Werk von Jesse Eisenberg, dem Schöpfer von „A Real Pain“. Die Komödie erzählt die Geschichte von Mona (gespielt von Julianne Moore), die, nachdem sie jahrelang das Leben ihrer Liebsten organisiert hat, beschließt, etwas für sich selbst zu tun – ihren Traum von einem Theaterauftritt zu verwirklichen. In derselben Sektion wird es eine Vorpremiere von Padraic McKinleys „The Smugglers“ mit Ethan Hawke und Russell Crowe in den Hauptrollen geben sowie einen Einblick hinter die Kulissen der Entstehung des Films „Rocky“ aus dem Jahr 1976: „I Play Rocky“ von Peter Farrelly mit Anthony Ippolito in der Rolle von Sylvester Stallone. Es werden auch Kultfilme wie „Thelma & Louise“ von Ridley Scott, „American Honey“ von Andrea Arnold oder „Geborene Mörder“ von Oliver Stone nicht fehlen. Während des Festivals kann man außerdem die meistdiskutierten Filme des letzten Jahres nachholen – „The Invite“ von Olivia Wilde, den mit sechs Oscars ausgezeichneten Film „One Battle After Another“ von Paul Thomas Anderson, sowie die Hits des Festivals in Venedig: „Wild Horse Nine“ von Martin McDonagh und „Primetime“ von Lance Oppenheim. M. Ilgmann
Mehr unter: https://www.americanfilmfestival.pl/
AFF 2026, Plakat: Veranstalter







