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Prachtvoller Zinnsarg von Hans-Heinrich I. auf Schloss Fürstenstein restauriert

Der restaurierte Zinnsarg von Hans Heinrich I. Graf von Hohberg Freiherr zu Fürstenstein
Foto: Schloss Fürstenstein

 

Am 17. Dezember 2020 wurde auf Schloss Fürstenstein der restaurierte Zinnsarg von Hans (Johannes) Heinrich I. Graf von Hochberg Freiherr zu Fürstenstein (1598-1671) präsentiert.

 

Hans Heinrich I. ist in Ölse (Olszany) als Sohn von Heinrich von Hohberg und Susanna geborene Kuhl und Enkelsohn von Conrad II. von Hohberg [erst ab 1740: „Hochberg“] aus Fürstenstein geboren. Er besuchte eine Schule in Freiburg in Schlesien (Świebodzice) und das Gymnasium in Schweidnitz (Świdnica). Anschließend studierte von Hochberg Jura in Leipzig und Frankfurt. Im Jahr 1619 ließ er sich auch an den Universitäten Padua und Siena (hier als „Hans Heinrich Hobergk Silesius”) immatrikulieren.

 

Nach dem Tod seines Vaters wurde Hans-Heinrich von Hoberg zum einzigen Eigentümer des Fürstenberger Dominiums. Hans (Johannes) Heinrich I. herrschte in Fürstenstein 41 Jahre lang (1628-1669), die meiste Zeit während des Dreißigjährigen Krieges. Die schwedischen Truppen stürmten das Schloss 1645/1646, die Besatzung von Fürstenstein dauerte bis Januar 1646.

Nach den Kämpfen und der Zerstörung des Schlosses baute Hans Heinrich I. das geplünderte Bauwerk wieder auf. Die Festung Fürstenstein wurde dabei in eine Residenz mit Gartenanlagen verwandelt. Hans Heinrich I. unterstützte auch den Bau der Friedenskirche in Schweidnitz mit ca. 2.000 Eichenbäumen (etwa 2/3 des Holzbedarfs).

 

Hans Heinrich I. starb 1671 in Hohenliebenthal und wurde in der St. Nikolaus-Pfarrkirche in Freiburg in Schlesien begraben. Das Domkapitel in Breslau hat keine feierliche Beerdigung erlaubt, da er evangelisch war. Hans Heinrich I. ist einer der wichtigsten Vertreter der Familie von Hochberg. Ihm hat das Geschlecht den Aufstieg vom Kleinadel zur elitären schlesischen Aristokratie zu verdanken. (mi)

 

 

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