• 02. Mai 2019
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Sportschau Görlitz - Neue Sonderausstellung im Kaisertrutz

18. Mai bis 27. Oktober 2019
Sportschau Görlitz – eine Ausstellung des Kulturhistorischen Museums

Noch nie haben die Menschen in Deutschland so viel Sport getrieben, noch nie war der sportliche Ausgleich zu häufig bewegungsarmer beruflicher Tätigkeit so wichtig wie heute. Gut die Hälfte der Görlitzer Bürger treibt regelmäßig Sport. Die Görlitzer tanzen, spielen Basket-, Fuß-, Faust-, Hand- oder Volleyball, schwimmen, joggen, reiten, segeln, fahren Rad oder kegeln, machen Gymnastik, betreiben Leichtathletik, Bogenschießen, spielen Tischtennis oder Tennis, wandern und vieles mehr. In mehr als 70 Sportvereinen treffen sich Männer und Frauen, Alte und Junge, zugezogene und gebürtige Görlitzer.

Diese Vielfältigkeit ist für die Görlitzer Sammlungen der Anlass, dem Sport in Görlitz eine Sonderausstellung zu widmen. „Die Philosophie ist dabei, dass Sport und Kultur generell keinen Gegensatz darstellen und dass wir gesellschaftlich viel intensiver wahrnehmen müssen, welch große Bedeutung der Sport und die ehrenamtliche Leistung von Sportlern als Kit der Gesellschaft haben. Ich glaube, dies ist ein Aspekt, der bislang so kaum herausgearbeitet wurde“, so der Leiter der Görlitzer Sammlungen, Jasper von Richthofen.

Neben der Sportgeschichte, die im Jahr 1847 mit August Moritz Böttcher und der Einführung des Turnunterrichts an Görlitzer Schulen beginnt, werden erfolgreiche Görlitzer Sportler dargestellt, Sportstätten in der Stadt vorgestellt sowie große Sportereignisse präsentiert. Jasper von Richthofen: „Wir wollen dabei auch in die Geschichte blicken. Seit wann betreiben wir überhaupt Sport? Was gibt es an historischen Stätten, die man heute noch erlaufen kann? Komplett verschwunden ist beispielsweise mit der Grenzziehung eine Anzahl an Neißebädern, von denen sich heute gar keine Spuren erhalten haben. Wir möchten große Sportler herausstellen, die aus Görlitz stammen. Da gibt es einen Jens Jeremies oder einen Michael Balack, auch wenn dieser lediglich den Klinikumskreisaal von innen gesehen hat und sich nicht als Görlitzer fühlt. Bein Jens Jeremies ist das ganz anders“. Auch der historische Blick auf den Sport komm in der Schau nicht zu kurz, so von Richthofen, denn: „um die heutige Struktur in Sportvereinen zu verstehen, müssen wir tatsächlich auch etwas zurück in die Geschichte blicken. Die Militär- und die Sportgeschichte sind zum Beispiel eng verwoben. Sport hat über Jahrhunderte einen militärischen Hintergrund gehabt. Zu DDR-Zeiten ist es dann etwas anderes, da geht es um die Diplomaten im Trainingsanzug, die also im Kontext von Nationalstaaten und aus Prestigegründen von Nationalstaaten ihre Bedeutung haben. Das alles betrachten wir schon, aber tatsächlich steht hier nun der Blick in die Gegenwart einmal im Vordergrund und vielleicht sogar der Blick in die Zukunft“.

wogoerlitzerGemeinsam mit dem Oberlausitzer Kreissportbund konnten 15 Görlitzer Sportvereine zur Mitwirkung gewonnen werden, die während der Sonderausstellung auch Schnupperkurse und Aktionen anbieten.

Zum Internationalen Museumstag am 19. Mai laden die Görlitzer Sammlungen und der Fechtsportverein Görlitz e.V.
von 11.00 bis 14:00 Uhr unter dem Motto „Vom Schwertkampf zum Sportfechten“ zu einem Aktionstag in den Kaisertrutz ein.

18. Mai bis 27. Oktober „SPORT SCHAU GÖRLITZ“
Sonderausstellung im Kaisertrutz, Platz des 17. Juni 1
Vernissage: 17. Mai um 18:00 Uhr

tsk


Wo Olympiasieger-, Welt- und Europameister trainierten
- Görlitzer Sportstätten und deren Sporthöhepunkte einst und jetzt
Senfkorn Verlag, 15 x 21 cm, 160 Seiten, s/w-Abb.

Der Senfkorn Verlag hat ein Buch von Rainer Menzel über Görlitzer Sportstätten und deren sportliche Höhepunkte einst und jetzt herausgebracht. Auf 160 Seiten wird der Leser in Text und Bild mit den vielen unterschiedlichen Spielstätten, Schwimmbädern, Sportplätzen sowie -hallen und der reichhaltigen Sporttradition der Stadt vertraut gemacht. Erhältlich über www.schlesische-schatztruhe.de