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  • 02. April 2019
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Lemberg – eine Blume Europas

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Die Ukrainer blicken heute mit überwältigender Mehrheit voller Hoffnung auf die Europäische Union. Anders als in deutschen Medien manchmal dargestellt, haben nationalistische Parteien und Kräfte kaum Resonanz in der Bevölkerung und sind nicht in der Rada, dem ukrainischen Parlament, vertreten. Lemberg, polnisch Lwów, ukrainisch Lwiw war schon immer Europa und sollte auch in Zukunft vom europäischen Vereinigungsprozess nicht ausgeschlossen werden. So lauteten zentrale Aussagen von dem Lemberger Stadtführer Dimitri Budow auf einer gut besuchten Veranstaltung des Senfkorn Verlages am 1. April in der Alten Synagoge in Görlitz.

Mit Blick auf die aktuellen Präsidentschaftswahlen, wo im ersten Wahlgang der Schauspieler und politische Neuling Wolodymyr Selensky überraschend eine Mehrheit erzielte, erwartet der ebenfalls als Gesprächspartner geladene Ukraine-Experte Prof. Marek Sadowski das in der Stichwahl am 21. April doch Staatspräsident Poroschenko sich erneut durchsetzen wird. Durch Putins Aggressionen herausgefordert sei das Zusammengehörigkeitsgefühl der Ukrainer gewachsen und die Spaltung zwischen Ost- und Westukraine überwunden worden. Dank der effizienten Hilfen aus der Europäischen Union gebe es Fortschritte bei der wirtschaftlichen Entwicklung, beim Aufbau der Zivilgesellschaft und der Eindämmung der Korruption, die jedoch noch lange nicht besiegt sei. Lemberg, so Dimitri Budow, heute eine der schönsten Städte Europas, komme bei der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung eine wichtige Lokomotivfunktion nicht nur für Galizien sondern die ganze Ukraine zu.

www.senfkornreisen.de

Foto: Klaudia Kandzia