• 08. Mai 2018
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2000 Euro Belohnung für Ergreifung des Täters eines erschossenen Wolfs im Neißegebiet

Wolfsschutz-Deutschland setzt 2000 Euro Belohnung aus für Ergreifung des Täters eines erschossenen Wolfs im Neißegebiet Neißeaue

Der Verein Wolfsschutz Deutschland e.V. i.G. hat zusammen mit einem Fördermitglied und der Niederschlesischen Gesellschaft zum Schutz des Wolfes (Dolnoslaskie Towarzystwo Ochrony Wilkow) eine Belohnung in Höhe von 2.000 Euro für die Ergreifung des Täters ausgesetzt, der einen auf polnischer Seite aufgefundenen Wolf erschossen hat. Der Wolf ist höchstwahrscheinlich auf deutscher Seite angeschossen worden und konnte sich noch über die Neiße auf polnisches Gebiet schleppen, wo er verstarb.

Alexander Januszkiewicz, zweiter Vorsitzender von Wolfsschutz Deutschland betont: Dieser Mordlust von Wolfsgegnern müssen wir endlich Einhalt gebieten. Gefunden wurde der verendete Wolf von Katarzyna Bojarska, einer Wolfsforscherin, die im polnischen Teil der schlesischen Lausitz in der Nähe von Rauscha (Ruszow) die Wolfsforschung betreibt. Sie hatte am 13. April den Kadaver des erschossenen Wolfes am Flussrand der Neiße gefunden. Die polnischen und deutschen Kriminalbehörden haben die Fahndung nach dem Täter übernommen.

Katarzyna Bojarska legte dem getöteten Tier eine Leine um den Hals, um es aus der Neiße zu ziehen. Der Wolf wurde höchstwahrscheinlich Anfang April erschossen, also in der Osterzeit. Der Fundort war in Dobers (Dobrzyn) in der polnischen Gemeinde Priebus (Przewoz) etwa auf deutscher Seite auf Höhe der Ortschaften Steinbach, Ungunst, Lodenau.
Januszkiewicz erklärt:
Der Fundort muss nicht dem Tatort entsprechen. Es sei wahrscheinlich, dass der Wolf auf deutschem Gebiet angeschossen, schwer verletzt und sich noch auf das polnische Gebiet geschleppt hat."

Falls jemand zu diesem Ereignis nähere Hinweise geben kann, z.B. Personen mit Gewehr in Nähe der Neiße beobachtet bzw. einen oder mehrere Schusslaute
wahrgenommen hat, bittet der Verein um Meldung bei den deutschen oder polnischen Polizeibehörden oder bei Alexander Januszkiewicz über das Kontaktformular www.wolfsschutz-deutschland.de/kontakt


Der in Gründung befindliche Verein weist darauf hin: Der Wolf unterliegt internationalen und nationalen Schutzvorschriften, darunter dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen oder der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist er eine streng geschützte Tierart. Das rechtswidrige Töten eines Wolfes stellt eine Straftat dar, für die das Bundesnaturschutzgesetz eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe vorsieht.

www.wolfsschutz-deutschland.de