Breslauer Oper, Foto: Oper Breslau
Nach fast neunjähriger Pause kehrt das Festival für zeitgenössische Oper an die Breslauer Opernbühne zurück. Auf dem Programm der diesjährigen, sechsten Ausgabe stehen einzigartige Opernwerke sowie eine weitere Ausgabe des Choreografen-Abends.
Die Oper „GenOM“ mit Musik von Michał Ziółkowski und einem Libretto von Justyna Miguła-Damasiewicz feiert am 5. September ihre Uraufführung. „GenOM“ ist eine Geschichte über die Rückkehr zu aufgegebenen Träumen, die sich in der gnadenlosen Welt der Wissenschaft abspielt. Ihr Hauptheld ist Teodor Zaks, ein charismatischer, besessener Mikrobiologe, der sein ganzes Leben der Suche nach dem „Gen der Perfektion“ gewidmet hat. Die musikalische Leitung der Aufführung übernimmt Agnieszka Franków-Żelazny, die Regie führt Max Nowak.
Das Festival besteht nicht nur aus Opernaufführungen, sondern bietet auch Raum für die Präsentation außergewöhnlicher „Opern-Entdeckungen“ im wahrsten Sinne des Wortes. Eine solche Entdeckung ist zweifellos das am 13. September inszenierte Konzert „Winterreise“ von Franz Schubert, aufgeführt vom Bariton Tomasz Konieczny und des Pianisten Lech Napierała. Abgerundet wird das Ganze durch ein Video unter der Regie von Adam Dudek, das ein integraler Bestandteil der Veranstaltung sein wird.
„iGranie z Potworami“ (Das Spiel mit Ungeheuern) mit Musik von Mateusz Ryczek und Libretto von Justyna Skoczek am 26. September ist eine Oper, die in die Nacht eintaucht, in der die häusliche Abendstille in digitale Dunkelheit übergeht. Es ist ein Stück über den Übergang – von der Kindheit ins Erwachsenwerden, vom Mythos zur Technologie, vom Spiel zur Verantwortung. Es ist auch ein Theaterstück, das dem jungen Zuschauer vertraut und die Welt nicht vereinfacht. Die Inszenierung entsteht unter der musikalischen Leitung von Rafał Karczmarczyk und in der Regie von Marta Streker.
Am 20. September, tritt das Ensemble der Baltischen Oper als Gast auf der Festivalbühne der Breslauer Oper mit der Inszenierung „Głos Potwora” (Die Stimme des Monsters) von Alek Nowak, mit einem Libretto von Robert Bolesto, unter der Regie von Agnieszka Smoczyńska, unter der musikalischen Leitung von Yaroslav Shemet auf. Als Inspiration für das Werk diente eine Figur aus dem Film „Europa Europa“ von Agnieszka Holland und das wahre Schicksal von Salomon Perel, einem Juden, der sich während des Zweiten Weltkriegs in den Reihen der Hitlerjugend versteckte.
Im Rahmen des Festivals können die Zuschauer auch an der vierten Ausgabe von „Żywioły“ (Die Elemente) am 2. Oktober teilnehmen – einem Abend junger Choreografen, Komponisten und Tänzer. Das Ballettensemble der Breslauer Oper wird mehr als ein Dutzend originelle Choreografien präsentieren, die durch Kompositionen von Studierenden der Karol-Lipiński-Musikakademie in Breslau bereichert werden. (mi)
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Plakat, Oper Breslau







