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Europäische Tage des Kulturerbes in Niederschlesien: 18.–20. und 26.-27. September

Handwerkfest im Lübener Waldpark, Foto: Marta Czerniawska

Moderne Technologien im Dienste der Denkmäler in Schräbsdorf/Bobolice sowie Workshops zu aussterbenden Handwerkskünsten in Lüben/Lubin und Greiffenberg/Gryfów Śląski, ein Konzert mit klassischer Musik in Hohlstein/Skała, analoge Vinylklänge in Deutsch Lissa/Leśnica oder eine mit Hilfe künstlicher Intelligenz komponierte Kantate zu Gedichten eines Dichters aus dem 17. Jahrhundert aus Landeshut/Kamienna Góra sowie architektonisch-historische Spaziergänge in den Städten und Dörfern der Region, Workshops für Kinder und Erwachsene, Spiele und Aktivitäten im Freien – das sind nur einige der Attraktionen der 34. Europäischen Tage des Kulturerbes in Niederschlesien, die unter dem Motto „Die Zukunft der Vergangenheit. Das Kulturerbe in Gefahr“ stattfinden. Der Eintritt ist überall frei.


In Lüben/Lubin findet ein Handwerksfest unter freiem Himmel mit Vorführungen und Workshops zu alten Handwerksberufen und Techniken statt. In Greiffenberg/Gryfów Śląski kann man an Kochworkshops, Häkel- und Nähmaschinenkursen sowie an Workshops zur Herstellung von Volksspinnen und Motanka-Puppen teilnehmen. In Hirschberg/Jelenia Góra lädt das Riesengebirgsmuseum  zu Workshops zum Malen auf Holz ein. In Landeshut /Kamienna Góra hingegen wird das Werk des Dichters Enoch Gläser in einer modernen, mithilfe von KI geschaffenen musikalischen Interpretation präsentiert. In Striegau/Strzegom kann man an Stadtrundgängen teilnehmen, die verschwindende architektonische Details und in Vergessenheit geratene Berufe zeigen.  In Glogau/Głogów, Greiffenberg/Gryfów Śląski, Kanth/Kąty Wrocławskie, Waldenburg/Wałbrzych und Reichenstein /Złoty Stok erzählen die Stadtführer Geschichten über das Verschwinden nicht mehr existierender Industriebetriebe. In Jauer/Jawor wird an das Schicksal der Einwohner von Sokolniki erinnert, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus den Ostgebieten umgesiedelt wurden. Die Schau im Waldenburger Porzellanmuseum lässt die Erinnerung an die Menschen aufleben, die die Geschichte dieser Erzeugnisse geprägt haben. Die Schau in Groß Wartenberg/Syców wird den Wert chronistischer Aufzeichnungen als Form der Dokumentation der Geschichte der Einwohner und der Region hervorheben, während die Ausstellung in Oels/Oleśnica der Entwicklung der Fotografie als Mittel zur Bewahrung der Erinnerung gewidmet sein wird.


Breslau bietet viele Veranstaltungen für Kinder und Erwachsene – vom gemeinsamen Feiern des Welt-Spinn-Tages an öffentlichen Orten bis hin zum Besuch des Hotels „The Bridge“. Für aktive Freizeitgestaltung sorgen eine Kajaktour in Verbindung mit einem ornithologischen Workshop im „Odra Centrum/Oder-Zentrum“. Im Ossolineum lässt sich der Wiederaufbau der Stadt nach dem Krieg anhand von Berichten aus der damaligen Regionalpresse nachverfolgen, im Pan-Tadeusz-Museum erfährt man mehr über die Geschichte der sorbischen Bevölkerung. Der Verein der Freunde des Nationalmuseums in Breslau organisiert einen Rundgang durch die Ohlauer Vorstadt, bei dem die Licht- und Schattenseiten dieses außergewöhnlichen Stadtteils beleuchtet werden. Die Teilnehmer der Architektur-Workshops im Vier-Kuppel-Pavillon werden aus Ton Modelle dieses Gebäudes formen, während man im Ethnografischen Museum an ganztägigen Workshops zum Thema Weben und Zimmerhandwerk teilnehmen kann. MNWR, mi

Museum für Archäologie und Geschichte in Glogau, Foto: Maciej Iżycki

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Schlesien heute Nr. 1 2025

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